TANK · PUMPE · HEIZUNG
AdBlue-Tankmodule gezielt prüfen statt komplett auf Verdacht ersetzen.
Je nach Fahrzeug sind Pumpe, Drucksensor, Heizung, Füllstand, Qualitätssensor und Steuerung in einem Modul kombiniert. Ein Fehlercode muss auf die konkrete Variante bezogen werden.
- Druckaufbau und Druckhalteverhalten
- Tank-, Pumpen- und Leitungsheizung
- Füllstand, Qualität und elektrische Versorgung
AVM Car Performance GmbH · Ibbenbüren
Komponenten
Was im AdBlue-Versorgungssystem stecken kann
Ausstattung und Reparierbarkeit unterscheiden sich stark.
Förderpumpe
Erzeugt den benötigten Systemdruck. Stromaufnahme, Laufgeräusch, Druck und interne Ventile liefern Hinweise.
Drucksensor
Ein unplausibles Signal kann Druckaufbau vortäuschen oder verhindern; Nullpunkt und Verlauf sind zu prüfen.
Heizungen
AdBlue gefriert unter winterlichen Bedingungen. Tank, Leitung und Pumpe können getrennte Heizkreise besitzen.
Füllstand
Mehrstufige oder kontinuierliche Sensorik kann durch Defekt, Belag, Tankform und Lernzustand beeinflusst werden.
Qualität / Konzentration
Einige Systeme bewerten Flüssigkeitsqualität direkt oder indirekt. Falsche Flüssigkeit oder Kontamination muss ausgeschlossen werden.
Rücklauf / Ventile
Interne Ventile steuern Druck, Entleerung und Frostschutz; Undichtigkeit kann Start und Druckhaltephase stören.
Winterbetrieb
Heizfehler richtig beurteilen
Dass AdBlue gefriert, ist konstruktiv berücksichtigt. Das System muss nach dem Start innerhalb vorgesehener Zeit auftauen und dosierbereit werden. Fehler entstehen bei defekter Heizung, Versorgung, Temperaturmessung oder Steuerung.
Eine gefrorene Leitung darf nicht mit offener Flamme oder unkontrollierter Hitze behandelt werden. Herstellervorgaben zu Auftauen, Entlüften und Befüllen sind einzuhalten.
- Sicherung und Versorgung unter Last
- Widerstand/Ansteuerung nach Schaltplan
- Auftauzeit und Temperaturplausibilität
- Leitung nicht mechanisch beschädigen
Druckprüfung
Pumpe und Leitung logisch eingrenzen
Die genaue Testmöglichkeit hängt von Steuergerät und Hersteller ab.
- 01
Sicht- und Flüssigkeitsprüfung
Füllstand, richtige Flüssigkeit, Leckage, Kristalle und beschädigte Leitungen kontrollieren.
- 02
Elektrische Basis
Batteriespannung, Sicherungen, Versorgung, Masse und Kommunikation prüfen.
- 03
Stellgliedtest
Pumpe ansteuern und Druckaufbau sowie Geräusch/Stromaufnahme beobachten.
- 04
Druckhaltephase
Druckverlust gegen Leckage, Dosierventil und interne Ventile abgrenzen.
- 05
Reparatur und Entlüftung
Freigegebenes Bauteil ersetzen/reparieren, Leitung entlüften und Systemroutine abschließen.
Nächster Schritt
Tankmodul nicht blind komplett ersetzen
Mit Fahrgestellnummer und Fehlerbericht lässt sich die konkrete Baugruppe vorab zuordnen.